Die Ereignisse des letzten Clubabends sitzen der Schreiberin immer noch in den Knochen. Aus diesem Grund sieht sie sich erst heute in der Lage, darüber zu berichten. Die Lektüre des folgenden Artikels ist deswegen für Leser unter 16 nicht geeignet. Eltern haften für ihre Kinder. Nun aber der Reihe nach: Was war geschehen?

Auf dem Nachhauseweg von unserem Clubabend an der ZAHW überquerte unser Mitglied Simon den Bahnhofplatz Winterthur. Vor dem Stand des Rosenverkäufers, der sich gegenüber der Bahnhofunterführung befindet, fiel ihm ein am Boden liegender Mantel auf. Höflich und aufmerksam, wie wir Simon kennen, bückte er sich, um selbigen aufzuheben. Doch dann der Schrecken: Im Mantel steckte ein Mann! Ein toter Mann notabene!

Wie der zeitgleich mit der Polizei eintreffende Gerichtsmediziner feststellen musste, war der Tote Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Als wäre ein Mordfall in der beschaulichen Stadt Winterthur nicht entsetzlich genug, nahmen die sofort eingeleiteten kriminalpolizeilichen Ermittlungen eine unerwartete Wende. Diese führte dazu, unseren Rhetorikclub in seinen Grundfesten zu erschüttern: Wie sich herausstellte, hatte das Opfer an diesem Abend das Meeting des RCW besucht und dieses kurz bevor es zu oben erwähntem Verbrechen gekommen war, verlassen.

 

Eine Stadt sucht ihren Mörder – zumindest der Rhetorik Club Winterthur tat es!

Mit grösserer Spannung und Abwechslung hätte Simon wohl kaum die Stegreifrunde am 21.11.2016 einleiten können. Mit den daraus sich ergebenden Fragen an Zeugen, Verdächtige, Täter und Richter konnten alle Anwesenden die Konkurrenzfähigkeit dieses Szenarios zum TV-„Tatort“ feststellen, dessen Titelmusik zu Beginn der Stegreifrunde erklang. Kurz: Diese Sequenz war zweifelsohne einer der Höhepunkte des Meetings.

Zu diesem aussergewöhnlichen Clubabend durften 20 Mitglieder und 5 Gäste begrüsst werden. Man konnte die Energie, Spannung und Lust an der Rhetorik im Rundhörsaal richtig spüren. Carol Baumgartner, Martin Werz und Amit Jain hielten Reden, ebenso Christian Zollinger seine Eisbrecherrede.

Die Siegerrunde bestand diesmal aus Männern: Amit wurde für die beste Rede, Peter Brechbühler für den besten Stegreifredenbeitrag und Christian Bär als bester Bewerter ausgezeichnet.