Von Ulrike Laubner, Division E Director 2015-2016

laubnerWie alles begann
Vor weniger als vier Jahren bin ich dem Rhetorik Club Winterthur beigetreten. Mein Ziel war es, Reden besser auf den Punkt zu bringen, mit weniger Nervosität zu reden und Präsentationen überzeugend zu halten. Mittlerweile habe ich mehr als 40 Reden an Clubabenden in Winterthur, in anderen Clubs und an Wettbewerben gehalten. Sicherer bin ich auf jeden Fall geworden, doch manchmal überschreite auch ich die vorgegebene Redezeit :-). Bei einer Schweizer Meisterschaft als Moderatorin auf der Bühne zu stehen oder den 3. Platz zu gewinnen, sind zwei besondere Highlights der letzten drei Jahre. Dennoch habe ich in dem Club noch eine andere Leidenschaft entdeckt, und von dieser Passion möchte ich Euch heute erzählen: dem Führen von Menschen.

Die erste Anfrage
Als mich Peter, unser Gründungsmitglied, nach nur drei Monaten Mitgliedschaft fragte, ob ich als Vorstandsmitglied aktiv werden will, fühlte ich mich sehr „gebauchpinselt“. Diese Aufgabe übernahm ich gerne und merkte, wie leicht es mir fällt, Menschen zu motivieren und zu begeistern. Die persönliche Ansprache, das Bestärken von Talenten, das Aufzeigen von Chancen sowie das Unterstützen der Zielerreichung machen mir Freude. Es ist sehr zufriedenstellend, wenn Mitglieder, Clubs und Areas sich positiv weiterentwickeln. Beispiele gibt es viele. Nur weitere 6 Monate später wurde ich als Area Director nominiert. Ich wusste nicht, was auf mich zukommt, und hatte sehr viel Respekt, da ich doch eher ein „Küken“ in der Toastmaster-Welt war. Als Area Director habe ich viel über das Ausbildungssystem von Toastmasters erfahren. Endlich bekam ich einen Durchblick, warum es diese Strukturen gibt. In dieser Zeit habe ich viele Reden in meinen Clubs gehalten, denn als Area Director sind wir immer herzlich willkommen. Wir können Reden halten, die für die Clubführung wertvoll sind, und gleichzeitig unsere Redeprojekte bedienen.

Nominierung für das Amt des Division Directors
Nach der Mitgliedschaft im Clubvorstand, verantwortlich für die Mitgliedschaft, nach Area Director und Präsidentin des RCW wurde ich letztes Jahr für das neue Amt des Division Directors nominiert. Ein Bewerbungsgespräch von einer Stunde hatte ich nicht erwartet und es wurde höchst professionell durchgeführt. Meine Amtszeit startete wie immer im Juli und es galt, eine Strategie für meine Division E zu gestalten – eine Division mit zwei Sprachen, 17 Clubs, über 580 Mitgliedern, verteilt von Zürich bis St. Gallen. Jeder, der ein Unternehmen gründet, kann hier lernen, wie eine Strategie geschrieben wird, Ziele gesetzt werden, ein Team aufgebaut und geführt wird –  dies jedoch ohne grosse finanzielle Mittel. Unterstützung gibt es in allen Divisionen, beim District 59 und bei erfahrenen Toastmasters. Deswegen gibt es auch keinen Grund, diese Führungsrollen nicht anzunehmen: Ich weiss, dass ich nicht alleine gelassen werde. Auch nicht in Konfliktsituationen, denn diese sind auch Bestandteil der Führung.

Trainings in ganz Europa
Mein Spass (manche nennen es Arbeit) liegt in der Kommunikation mit vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten und Kulturen, den Trainings in ganz Europa, den sichtbaren Erfolgen. Wie als Area Director darf ich auch als Division Director zweimal jährlich an Schulungen teilnehmen. Diese sind sogar finanziert! Im September hat die Division E mit ihren vier Area Directors an den Schulungen in Belgien teilgenommen und wir freuen uns schon auf Nizza im Februar. Die Schulungen sind ähnlich wie für Club-Vorstandsmitglieder. Sie dauern jedoch zwei Tage und sind … Ja, sie füllen den Geist. Aber keine Sorge, wir amüsieren uns prächtig und es ist herrlich, sich in diversen Sprachen zu unterhalten (und andere Städte zu geniessen).

Wie weiter?
Als Nächstes freue ich mich auf die Area-Wettbewerbe, den Division-Wettbewerb in Winterthur am 24. Oktober und die Besuche aus allen 17 Clubs. Wer weiss, vielleicht kann ich in den verbleibenden Monaten noch 10 Reden halten und mein nächstes Treppchen auf der Redeleiter hochsteigen. Was ich danach mache? Mitglied sein und wieder an Wettbewerben teilnehmen. Das darf ich dieses Jahr nämlich leider nicht.

 

 

 

Vom Rhetorik-Mitglied zum Gebietsleiter (Division Director)